Kinderwagen – Segen oder Fluch?

Kinderwagen

Oft praktisch, manchmal aber auch umständlich - der Kinderwagen

Als Mutter von vier Kindern hatte ich die einzigartige Chance, Kinderwagen in allen Modellen kennenzulernen. Vom klassischen Säuglingswagen, bis hin zum Kombi oder Zweisitzer oder dem praktischen Buggy, war alles dabei.

Der erste Kinderwagen hatte viele Tücken

Das erste Modell war ein Kombi-Wagen. In den ersten Monaten konnte unser Schatz liegend die Welt erfahren und recht flexibel gestaltete sich so mancher Spaziergang. Doch der ersten Hürden überrollten uns heftig, passte das so ansehnliche Modell nicht in den Kofferraum und auch das Umbauen gestaltete sich sehr schwierig. So packten wir den Kinderwagen nach langem hin und her in den Keller und griffen auf ein kleineres und mobileres Modell zurück.

Immer der Nase nach

Doch wie so oft konnte unser Sonnenschein immer nur vorne vor fahren, sprich es war nicht möglich den Kinderwagen umzudrehen, damit Schatzi auch mal die Möglichkeit hatte uns bei einem ausgiebigen Einkaufsmarathon zu beobachten. Der rauen Welt ausgesetzt, ohne den so wichtigen Augenkontakt mit den Eltern, das macht auch den noch so taffen Säugling nervös.

Im Doppelpack durch die Großstadt

Als sich Kind Nummer Zwei ankündigte, war es an der Zeit einen praktischen Zweisitzer zu ergattern. Vorne nahm das größere Kind mit viel Beinfreiheit Platz und im hinteren Teil räkelte sich das Baby schon geschützt und warm. Dennoch, wollte Kind Nummer Eins ein Schläfchen machen, konnte man die Rückenlehne nicht in die Liegeposition bringen. Zusätzlich wurde Wurm Nummer dermaßen eingeengt, dass einem entspannten Einkaufsbummel jegliche Freude genommen wurde.

Öffentliche Verkehrsmittel – ein Ding der Unmöglichkeit?

Tatsächlich gibt es Trams und Busse mit einem flexiblen Klapptüren-System, aber wir wohnten in einem Ort, wo wohl die ältesten Straßenbahnen der Welt fuhren. Unüberwindbare Stufen und unliebsame Artgenossen drängten uns dann zu unserem nächsten Schritt. Ein Buggy musste her. Aber wohin mit Kinder Nummer eins?

Stehend durchs Leben!

Ganz einfach war das dann doch nicht, denn unser Spatz ließ es sich nur die ersten Tage gefallen auf eigenen Füssen durch den Alltag gerollt zu werden. So reihten wir uns ein in die Reihe der entnervten und gestressten Eltern, denn Junior ließ keine Gelegenheit aus, um selbstständig die Welt zu erkunden.

Fazit:

Kinderwagen mögen ja ganz praktisch sein, zumindest wenn das Baby noch klein ist. Aber sobald die Kinder anfangen zu laufen, ist es einfacher ihnen beizubringen an der Hand zu gehen. Das ist viel gesünder, nicht nur für die Laufentwicklung vom Kind, sondern auch für die Eltern, denn immerhin kann man ab einem bestimmten Alter des Kindes, zumindest eine gewisse Zeit lang einen Ausflug genießen und eins sei gewiss: Das Schlafen klappt durch das regelmäßige Laufen auch viel besser. So kann man sich wenigstens nachts vom anstrengenden Alltag erholen!

Über den Autor von Kinderwagen – Segen oder Fluch?

Jasmin Hübschen-Kabuth

ist 4-fache Mutter, Ehefrau, freiberufliche Zeichnerin und Autorin. Jeden Tag kümmert sie sich um die Kinder und bei schönem Wettern erkunden sie zusammen Bayern oder verbringen lustige Tage auf dem Spielplatz oder am See. Sie schreibt selber sehr gerne auch Kindergeschichten und neben schönen Illustrationen, zeichnet sie auch Bilder für den Nachwuchs. Am Wochenende ist Familientag und zusammen mit der kleinen-großen Familie genießt sie die schöne Zeit.

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Kinderwagen – Segen oder Fluch? wurde geschrieben am 16.09.2010 und unter den Kategorien Erstausstattung veröffentlicht.

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