Wohnung kindersicher machen: Gefahrenquellen erkennen und beseitigen

Wohnung kindersicher machen

Eine Wohnung kindersicher machen – Tipps zur Erkennung und Beseitigung von Gefahrenquellen / Bild © istockphoto.com/ Aliaksei Lasevich

Jedes Zimmer birgt für ein Kind Anreize und Gefahren. Diese Gefahren müssen vorher erkannt werden, damit dem Kind nichts passiert und es seine Umwelt erkunden kann. In jedem Zimmer finden sich spezifische Gefahrenquellen. Wer sich nicht vorstellen kann, welche Gefahren lauern, kann sich auf die Höhe des Kindes begeben. Wer versucht, die Welt aus den Augen und von der Höhe eines Kindes zu sehen, entdeckt viele Gefahrenquellen.

Wohnzimmer kindersicher machen

Im Wohnzimmer geht die Gefahr vor allem von Ecken und Kanten aus. Tische sollten daher nach Möglichkeit mit einem Kanten- oder Eckenschutz versehen werden. Vom Boden aus sind auch Tischdecken ein tolles und spannendes Spielzeug. Gefährlich wird es jedoch, wenn dort spitze oder heiße Gegenstände stehen. Bei kleinen Kindern sollte man daher gänzlich auf überhängende Tischdecken verzichten.

Achtung Strom!

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Strom ist eine der größten Gefahren für ein Kind. Vor allem im Wohnzimmer finden sich viele Kabel, Stecker und Steckdosen. Da oft mehrere Geräte zusammenstehen, sind auch Steckdosenleisten sehr beliebt. Alle Steckdosen, auch die in Dosenleisten, müssen unbedingt mit einer Kindersicherung versehen werden. Stecker müssen so verstaut werden, dass ein Kind sie nicht erreichen, am besten nicht sehen kann. Dies gilt auch für Stromkabel. Kinder nehmen alles in den Mund und beißen auf Gegenständen herum. Da in den meisten Kabeln ständig Strom fließt, müssen Kabel so gelegt werden, dass ein Kind sich nicht erreichen kann. Im Baumarkt kann man Kabelschächte finden, die sich schnell anbringen und wieder abnehmen lassen.

Sicherungsgitter für offenen Kamin

Viele Wohhäuser haben einen Kamin. Dieser ist oft, selbst wenn kein Feuer mehr brennt, sehr heiß. Umso wichtiger ist, dass diese Gefahrenquelle so gut wie möglich abgesichert wird. Hier helfen Sicherungsgitter, die aus einzelnen Elementen bestehen. Diese können auf die gewünschte Länge angepasst und an den Seiten des Kamins an der Wand angebracht werden. Ein handelsübliches Schutzgitter für den Kamin reicht nicht aus, um Kinder vor Verbrennungen zu schützen!

Kein Zugang zu Zigarretten!

Raucher haben ihre Rauchwaren oftmals auf dem Ess- oder Wohnzimmertisch aufbewahrt. Kinder sehen, dass Eltern Zigaretten benutzen und gehen an die Schachteln. Der Tabak ist jedoch für Kinder hochgiftig! Wer raucht, sollte die Zigaretten in einem Schrank aufbewahren, zu dem das Kind keinen Zugang hat.

Tipps zu Möbeln und Wohnungs-Accessoire

Möbel sind perfekt, um sich daran hochzuziehen. Kinder ziehen sich an allen möglichen Gegenständen hoch: Tische, Schränke, Regale, Stühle, Fernseher, Hi-Fi Anlagen, Lautsprecher, Pflanzen. Sicherlich kann man keinen Raum wirklich 100%ig kindersicher machen. Wer ein kleines Kind hat, sollte jedoch alle möglichen Möbelstücke auf Standfestigkeit überprüfen. Kleine Regale sollten an der Wand befestigt werden. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf TV- und Hi-Fi-Geräte legen und das Kind nicht unbeaufsichtigt in der Nähe dieser Geräte spielen lassen. Besonders gilt es auch das Bad und die Küche kindersicher zu machen.

Kinderzimmer und Wickelkommode

Auch das Kinderzimmer kann gefährlich werden. Vor allem das Gitterbett und die Wickelkommode sind immer wieder Grund für einen Unfall. Ein Kind darf niemals unbeaufsichtigt auf der Wickelkommode liegen. Beim Wickeln muss unbedingt immer eine Hand auf dem Kind bleiben. Wenn man sich umdreht, um die Windel zu entsorgen oder etwas zu holen, kann ein Kind von der Wickelkommode fallen. Ein kleiner Moment reicht für eine heftige Bewegung des Kindes, die man nicht mehr rechtzeitig abfangen kann.

Empfehlung Gitterbett

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Gitterbetten sind ideal für Kinder, denn sie können nachts nicht aus dem Bett fallen. Allerdings sollte man darauf achten, ein Gitterbett zu verwenden, bei dem Gitter entfernt werden können. Wenn das Kind alleine aus dem Bett krabbeln kann, sollte man das Bett so niedrig wie möglich einstellen. Ist das Bett zu hoch und das Kind klettert heraus, besteht die Gefahr, dass es sich verletzt. Auch bei herausnehmbaren Gittern muss immer wieder geprüft werden, ob der Platz noch groß genug ist. Wenn die Gefahr besteht, dass das Kind stecken bleibt, ist das Gitterbett für Kinder nicht mehr geeignet. Als Schutz kann man manuell Schutzgitter an der Bettseite anbringen, damit das Kind nicht aus dem Bett fallen kann.

Checkliste: Haus und Wohnung kindersicher machen

Das Team von New Swedisch Design hat zum Thema Haus und Wohnung kindersicher machen einen umfangreichen Ratgeber erstellt. Besonders praktisch ist die Checkliste zum Ausdrucken. New Swedisch Design stellt de Ratgeber im PDF Format kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung.

Über den Autor von Wohnung kindersicher machen: Gefahrenquellen erkennen und beseitigen

Nicole Delenk

ist Mutter von 2 Söhnen (geb. 2001 und 2009) und seit gut 2 Jahren selbständig im Bereich Büroservice, Textservice und Übersetzungen. In der Freizeit sucht sie immer wieder neue Rezepte und Spiele für die beiden Jungs und liest gern. Sie darf seit 5 Jahren mit ihren beiden Perser-Katzen unter einem Dach leben.

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Wohnung kindersicher machen: Gefahrenquellen erkennen und beseitigen wurde geschrieben am 11.11.2011 und unter den Kategorien Baby Sicherheit veröffentlicht.

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